Europäische Statthalter und Mitglieder des Großmagisteriums gemeinsam in Pompeji unter dem Schutz Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz

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Foto di Gruppo_Santuario Pompei 19 10 2026

In Pompeji, dem berühmten italienischen Marienwallfahrtsort, fanden ein Jahr nach der Heiligsprechung des Ritters Bartolo Longo nacheinander vom 19. bis 21. Oktober das Treffen der europäischen Statthalter sowie die Herbsttagung des Großmagisteriums am selben Ort statt, was den direkten Austausch zwischen diesen hochrangigen Vertretern des Ordens gefördert hat. In der Tat nahmen die Mitglieder des Großmagisteriums zum ersten Mal an der Versammlung der europäischen Statthalter teil, die ihrerseits seit sieben Jahren nicht mehr alle gemeinsam getagt hatten. Die von Generalgouverneur Botschafter Leonardo Visconti di Modrone angeregte geschwisterliche Initiative war ein voller Erfolg – ein Jahr vor der nächsten „Consulta“, der internationalen Generalversammlung des Ordens, die vom 9. bis 13. November 2027 in Rom stattfinden soll.

 

Die Teilnehmer dieser beiden bedeutenden Treffen wurden von Msgr. Tommaso Caputo empfangen, dem Prälaten und Erzbischof von Pompeji sowie Assessor des Ordens. Aus dem Heiligen Land reisten Erzbischof Iyad Twal, Patriarchalvikar in Jordanien, und der neue Administrator des Patriarchats Johny Zeidan in Begleitung seines Vorgängers Sami El-Yousef zu den Beratungen an.

Die Treffen begannen am Montag, den 19. Oktober mit einer Messe im Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, die vom Großmeister Kardinal Fernando Filoni geleitet wurde. „Nach dem Vorbild von Johannes am Fuße des Kreuzes“, so rief er in seiner Predigt in Erinnerung, „schenkt Bartolo Longo Maria ein ‚Zuhause‘: und zwar die Wallfahrtsstätte Pompeji, die in einer trostlosen, armen und verrufenen Gegend lag. Das ist der Weg, den er Tag für Tag gegangen ist, bis er trotz der Missverständnisse und ungerechten Verleumdungen Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem wurde.“

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Am nächsten Tag wurde das Treffen der europäischen Statthalter mit einer Messe eröffnet, die Msgr. Caputo in der Bartolo- Longo-Kapelle des Heiligtums in der Nähe des Schreins feierte, in dem der Heilige in seinem Rittermantel ruht. „Bartolo ist für uns ein Vorbild christlichen Lebens“, betonte der Erzbischof und Prälat von Pompeji in seiner Predigt.

Im Laufe des Dienstags, den 20. Oktober informierten sich die Statthalter eingehend über das Leben des Ordens auf universeller Ebene und über die akute Krisensituation im Heiligen Land. Sie hörten den verschiedenen Beiträgen zu diesen Themen zu, bevor sie an einer sehr offenen Debatte teilnahmen, die vom Generalgouverneur in Anwesenheit der vier Vize-Generalgouverneure, darunter der kürzlich ernannte Vize-Generalgouverneur für Nordamerika moderiert wurde. Der Sonderbeauftragte des Patriarchen von Jerusalem Msgr. Iyad Twal betonte die Einheit zwischen dem Orden und dem Patriarchat, die sowohl durch die Geschichte als auch durch den Auftrag verbunden sind, und lud die Mitglieder des Ordens ein, wieder zahlreich Pilgerreisen zu unternehmen und die Pfarreien zu besuchen, deren Gläubige ihre seelische Unterstützung benötigen. Der Bericht über den jüngsten Besuch der Heilig-Land-Kommission, der von ihrer vorläufigen Vorsitzenden Donata Maria Krethlow-Benziger vorgestellt wurde, stieß auf großes Interesse und machte die Fruchtbarkeit der regelmäßigen und außerordentlichen Hilfe deutlich, die der Orden der Mutterkirche von Jerusalem in diesen besonders schwierigen und unsicheren Zeiten zukommen lässt.

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In dieser Atmosphäre intensiven Austauschs fand am folgenden Tag, am Mittwoch, den 21. Oktober die Sitzung des Großmagisteriums statt, der eine Messe in der Bartolo-Longo- Kapelle vorausging, die vom Vertreter des Patriarchen geleitet wurde. Alle Mitglieder nahmen an der Sitzung teil, darunter zum ersten Mal auch der neue Vize-Gouverneur für Nordamerika Shawn Cleary.

Kardinal Fernando Filoni ging zu Beginn auf verschiedene Punkte ein, auf die sich das Großmagisterium insbesondere bei der Vorbereitung der nächsten „Consulta“ konzentrieren muss, jener großen Versammlung, bei der alle vier Jahre alle Verantwortlichen des Ordens aus den über 60 Magistraldelegationen und Statthaltereien sowie die zentralen Leitungsgremien zusammenkommen. Der Generalgouverneur informierte die Teilnehmer über weitere wichtige Themen, wie beispielsweise den Fortgang der Arbeiten am Palazzo della Rovere, die Entwicklung der Überlegungen zu den „Freunden des Ordens“ sowie zu bestimmten mit dem Orden verbundenen Einrichtungen, wie der neuen Stiftung in Italien, einer Organisation des tertiären Sektors, die sich von anderen unabhängigen Initiativen unterscheidet, die nicht unter die direkte Leitung der päpstlichen Institution fallen und mit denen es zu Interessenkonflikten kommen kann, welche im Interesse der Kohärenz und Transparenz vermieden werden sollten.

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Im Rahmen der Tagesordnung genehmigten die Mitglieder des Großmagisteriums den Haushaltsvoranschlag für 2027. Anschließend wurde einem Meinungsaustausch über die Lage im Heiligen Land viel Raum gewidmet. „Ich möchte an drei Bereiche erinnern, in denen die Unterstützung des Ordens weiterhin konkrete Wirkung entfalten kann: die Pfarreien, das Bildungswesen und die Betreuung schutzbedürftiger Menschen“, erklärte Msgr. Iyad Twal. Auf seine Aussagen folgte ein Beitrag des neuen geschäftsführenden Administrators des Lateinischen Patriarchats Johny Zeidan, der seine ersten Überlegungen und seine Vision bezüglich des in den kommenden Jahren umzusetzenden Strategieplans vorstellte. Ergänzt wurde seine Analyse von den Empfehlungen der pro tempore amtierenden Vorsitzenden der Heilig-Land-Kommission, die gerade von ihrem halbjährlichen Besuch vor Ort zurückgekehrt war.

Im weiteren Verlauf der Versammlung kamen die vier Vize-Generalgouverneure zu Wort und behandelten weitere Fragen bezüglich der Präsenz des Ordens vor Ort sowie der Gründung neuer Magistraldelegationen, insbesondere in Lateinamerika, aber auch in anderen Regionen der Welt, wie Indien oder Afrika.

Nach einigen abschließenden Worten von Msgr. Tommaso Caputo beendete der Großmeister diese Tagung mit folgendem Hinweis. „Die Tatsache, bei Bartolo Longo, dem ersten heiligen Laienmitglied des Ordens zu sein, führt uns vor Augen, wie sehr der Orden selbst Zeuge eines Prozesses ist, bei dem sich die Heiligkeit seiner Mitglieder entfaltet“, wobei er an Persönlichkeiten wie Enrique Ernesto Shaw in Argentinien und James Joseph Norris in den Vereinigten Staaten dachte, deren Seligsprechungsverfahren eingeleitet sind. Wie Shawn Cleary in seiner ersten, viel beachteten und geschätzten Ansprache als neuer Vize-Generalgouverneur für Nordamerika sagte: „Unsere Verantwortung besteht auch darin, unsere Ritter und Damen ins Paradies zu bringen.“

François Vayne und Elena Dini

(Oktober 2026)