Bilanz 2025: Humanitäre Nothilfe, spezifische Projekte und Förderung der Ausbildung

Die konkrete Solidarität des Ordens mit den katholischen Gläubigen im Heiligen Land

DIE HUMANITÄRE NOTHILFE

Die Eskalation des Konflikts, der im Oktober 2023 ausgebrochen war, führte zu einer ganzen Reihe unmenschlicher Gräueltaten: Massaker an unschuldigen Zivilisten, extrem hohe Arbeitslosenquoten, massive Vertreibungen, Verschlechterung der Gesundheits- und Ernährungsbedingungen, starke Einschränkungen beim Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung sowie erhebliche Einschränkungen der Mobilität.

Vor diesem dramatischen Hintergrund hat das Lateinische Patriarchat von Jerusalem einen dringenden Aufruf gestartet, um diese Schwierigkeiten zu bewältigen. Mit der Unterstützung des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem konnte er sein Engagement verstärken und seinen Glauben in koordinierte Maßnahmen zur Erhaltung des Lebens und des Zusammenhalts der Gemeinschaften umsetzen.

Zwischen 2024 und 2025 haben die Mitglieder des Ordens weltweit mehr als 2,8 Millionen Dollar für humanitäre Soforthilfe zugunsten ihrer Brüder und Schwestern im Heiligen Land gespendet.

Dieser Artikel stellt die zwischen Ende 2024 und dem gesamten Jahr 2025 in Gaza, im Westjordanland, in Ostjerusalem sowie in den Gemeinschaften vertriebener Migranten verwirklichten Maßnahmen vor und zeigt das Engagement der Kirche für die am stärksten gefährdeten und ausgegrenzten Menschen.

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DIE PFARREI VON GAZA WIRD ZUR ZUFLUCHTSSTÄTTE

Die Widerstandsfähigkeit der Gemeindemitglieder in Gaza wurde durch die Hilfe zahlreicher Ritter und Damen ermöglicht, die vor dem Hintergrund eines Krieges, der 72.134 Palästinensern das Leben gekostet hat, großzügig auf den Notruf reagiert haben.

Seit Oktober 2023 hat sich die Kirche der Heiligen Familie in eine Notunterkunft verwandelt und zeigt damit, wie Mitgefühl selbst inmitten der Verwüstungen des Krieges vorherrschen kann.

Die Lage in Gaza war mit extrem schweren Herausforderungen verbunden: Ständige und unvorhersehbare Sicherheitsbedrohungen, organisierte Plünderungen durch Menschenmengen, die humanitäre Konvois angriffen und dringend benötigte Hilfsgüter an sich rissen, bevor sie die Bedürftigen erreichen konnten, bis hin zur Schließung der Grenze, die zu einem regelrechten Engpass des Leidens wurde, der die humanitäre Hilfe blockierte, während die Bevölkerung nach wie vor ohne Hilfsmittel war...

Wenn die Lieferungen endlich ankamen, waren frisches Obst und Gemüse oft durch die Hitze verdorben, wodurch lebenswichtige Vorräte zu unbrauchbarem Abfall wurden.

Hervorzuheben sind auch die Probleme im Zusammenhang mit dem extrem gravierenden Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff, Medikamenten und Baumaterialien, der die Menschen zu ständigen kreativen Lösungen und strengen Rationierungen zwang, die nie ausreichten, ganz zu schweigen von der beschädigten Infrastruktur, deren Instandhaltung zu einem täglichen Kampf gegen den Verfall wurde.

Unter dem unaufhörlichen emotionalen Druck Mitgefühl, Hoffnung und operative Effizienz aufrechtzuerhalten, erforderte Reserven an Belastbarkeit, die unmöglich auszuhalten schienen. Und doch ist dies den Verantwortlichen und Mitgliedern der Gemeinde irgendwie, Schritt für Schritt, Tag für Tag, dank der Beteiligung aller und jedes Einzelnen gelungen. Im Lauf dieser mehr als zwei Jahre andauernden Tragödie wurden die Räumlichkeiten der Kirche der Heiligen Familie in Gaza umgestaltet, um die Bewältigung der Notlage zu ermöglichen.

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Einige Räume wurden als Lagerräume genutzt, um Lebensmittel, Decken und andere lebensnotwendige Güter zu lagern und zu verteilen, während ein spezielles Verteilungszentrum die Hilfe weit über die Mauern der Kirche hinaus ausdehnte und auch die Gemeinschaften in den umliegenden Gebieten versorgte.

In einer funktionstüchtigen Küche wurden täglich Mahlzeiten zubereitet, und in der angrenzenden Bäckerei, die mit Gas- und Holzöfen ausgestattet war, wurde jeden Tag frisches Brot gebacken. Eine Geflügelzucht versorgte die Bewohner der Gemeinschaft mit Eiern.

Auf dem Gelände rund um die Kirche wurde ein Brunnen gegraben und es wurden Wassertanks zur Speicherung von Wasser installiert, wodurch die Einrichtung von Waschküchen mit mehreren Waschplätzen ermöglicht wurde. 

Solarmodule sorgten für die Beleuchtung und den Betrieb der wesentlichen elektrischen Geräte, die insbesondere für ältere Menschen und für die Krankenstation unverzichtbar waren.

Eine medizinische Ambulanz und eine Apotheke waren vor Ort in Betrieb und stellten sowohl für die Bewohner der Notunterkunft als auch für die Mitglieder der umliegenden Gemeinschaften medizinische Sprechstunden, Untersuchungen und Medikamente bereit.

Als die Krankenhaussysteme überlastet oder beschädigt waren, als der Transport zu den Gesundheitseinrichtungen gefährlich oder unmöglich wurde, als die Medikamentenvorräte drastisch zur Neige gingen, blieb die Klinik der Kirche geöffnet.

Überwachungskameras blieben zum Schutz von Personen und Eigentum in Betrieb, während die Internetverbindungen weiter funktionierten und es der Gemeinde ermöglichten, den Kontakt zu ihren weit entfernten Familienmitgliedern aufrechtzuerhalten.

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In improvisierten Klassenzimmern konnten die Kinder ihre Schulausbildung fortsetzen.

Für all diese Aktivitäten wurden sechs spezialisierte Notfallkomitees eingerichtet, die jeweils für grundlegende operative Aspekte zuständig sind: tägliche Verwaltung und Koordination, Lagerhaltung und Logistik der Lieferungen, Planung der Mahlzeiten und Zubereitung der Speisen, Elektround Energiesysteme, Instandhaltung der Gebäude und Außenbeziehungen. 

Zu Beginn des Jahres 2024 gab es fünfzehn Arbeitnehmer in der Kirche der Heiligen Familie, diese wurden im Jahr 2025 nach und nach auf 200 Personen aufgestockt, die in der Kirche der Heiligen Familie beschäftigt wurden. Sicherheitspersonal, Wasserwerkbetreiber, Wäschereitechniker, Küchen- und Bäckereipersonal, Landarbeiter, Koordinatoren für Kinderaktivitäten, Wartungsteams: Jede Rolle erfüllte operative Anforderungen und verschaffte gleichzeitig ein Einkommen für Familien, die ihre Lebensgrundlage verloren hatten.

Auch den Mitgliedern der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern in der Notunterkunft, die sich um Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen kümmern, wurden Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten.

Für die Zukunft liegen die Prioritäten des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem im Wiederaufbau zerstörter Häuser und Infrastrukturen sowie in der Stärkung des Komplexes der Kirche der Heiligen Familie als Zentrum der Resilienz.

Die konkreten Ziele für die kommenden Monate bestehen darin, den Menschen zu helfen, ihr Leben neu aufzubauen, und zwar durch die Bereitstellung von Unterkünften, durch die Wiedereröffnung mindestens einer weiteren Schule und durch die Gewährleistung der medizinischen Versorgung.

Es wird weiterhin in Ausbildung, psychologische Betreuung und Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen investiert, um traumatisierten Familien wieder Stabilität und Würde zu geben.

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LEBENSMITTELGUTSCHEINE, MATERIAL FÜR KINDER UND HILFE, UM DEM WINTER STANDZUHALTEN 

In Jerusalem und im Westjordanland wurden 5.600 Lebensmittelgutscheine verteilt, die Familien in Not eine entscheidende Unterstützung boten.

Diese Initiative trug auch dazu bei, die Aktivitäten lokaler Geschäfte zu erhalten, die vom wirtschaftlichen Niedergang betroffen waren.

Auch wurde durch die Bereitstellung von Windeln, Säuglingsmilch, Kleidung und Decken auf die besonderen Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern eingegangen.

Im Laufe des Jahres 2025 kam diese Unterstützung über 3.000 Kindern im Westjordanland und in Jerusalem zugute. Darüber hinaus wurden warme Kleidung, Schuhe, Decken und Öfen für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen verteilt, die den Härten des Winters ausgesetzt sind – im Jahr 2025 waren dies mehr als 6.000 Menschen.

 

MEDIZINISCHE HILFE FÜR BEDÜRFTIGE FAMILIEN

Im Heiligen Land variiert der Zugang zur Gesundheitsversorgung je nach Region und Bevölkerungsgruppe. Einwohnern mit einem Jerusalemer Personalausweis kommt dank des israelischen Gesundheitssystems eine umfassende medizinische Versorgung zugute, die ihnen Zugang zu modernen medizinischen Einrichtungen und subventionierten Behandlungen bietet.

Anders ist die Situation im Westjordanland, wo die Krankenversicherung hauptsächlich denjenigen vorbehalten ist, die für staatliche Institutionen oder internationale Organisationen arbeiten.

Viele Palästinenser haben daher keinen angemessenen Krankenversicherungsschutz und müssen unerschwingliche Kosten für grundlegende medizinische Leistungen und Medikamente auf sich nehmen.

In diesem Zusammenhang konnte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem, auch dank der Unterstützung der Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab, ebenfalls im Jahr 2025 eine Initiative zugunsten von Christen in wirtschaftlicher Not starten und damit mehr als 2.000 Menschen helfen.

Die Begünstigten waren Patienten mit chronischen Erkrankungen (wie Herzproblemen, Krebs, Nierenerkrankungen usw.), Seh- oder Hörstörungen (die daher spezielle Hilfsmittel brauchen), Atembeschwerden, Mobilitätsproblemen (und Rollstühle oder Rollatoren benötigen), Menschen, die täglich lebenswichtige Überwachung benötigen, sowie bettlägerige Patienten, die medizinische Matratzen benötigen. Vorrang hatten ältere Menschen, Familien, deren Kinder unter chronischen Krankheiten leiden, und Menschen mit Behinderungen.

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ARBEITSPLÄTZEN FÜR DIE ARBEITER

Wie nunmehr bekannt ist, haben die Ereignisse seit Oktober 2023 zu gravierenden Beschäftigungsproblemen für palästinensische Arbeitnehmer geführt.

Der Krieg hatte Massenentlassungen von in Israel beschäftigten Palästinensern, die Aufhebung von Arbeitsgenehmigungen für Arbeitnehmer und Einwohner des Westjordanlands sowie eine stark eingeschränkte Mobilität zur Folge, was christliche Familien in der Region in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte.

Ein Teil der Beiträge, die auch von den Statthaltereien des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem stammen, half dem Lateinischen Patriarchat, sofortige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und die finanziellen Schwierigkeiten der Familien zu mildern, die von diesem Konflikt und dem damit verbundenen Verlust ihrer Lebensgrundlage betroffen waren.

Dank Cash-for-Work-Programmen und subventionierten Praktika konnten mehr als 4.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Dank dieser Initiative wurden qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Westjordanland auf der Grundlage von Tagesverträgen beschäftigt und erhielten einen Lohn.

Unter ihnen waren Fachkräfte für Infrastruktur und Instandhaltung, die hauptsächlich für Bau-, Elektro- und Mechanikarbeiten eingestellt wurden, während andere zur Unterstützung der kommunalen Dienste eingesetzt wurden.

Diese Initiative hatte positive Auswirkungen nicht nur auf die beteiligten Arbeitnehmer, sondern auch auf ihre Familien und die Gemeinschaft.

Darüber hinaus trug sie dazu bei, berufliche Kompetenzen zu erhalten, wodurch das Risiko des Verlusts wertvoller Talente vermieden und ein grundlegendes Know-How vor Ort erhalten wurde, das für den Wiederaufbau und die zukünftige Entwicklung von Nutzen ist.

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MIGRANTEN UND ASYLBEWERBER

Aufgrund der anhaltenden Feindseligkeiten im Norden und Süden Israels sind viele christliche Migrantenfamilien gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Das Lateinische Patriarchat ist sich der großen Schwierigkeiten bewusst, mit denen diese schutzbedürftigen Gemeinschaften konfrontiert sind, und hat ihnen Unterkünfte in sichereren Zonen sowie Ernährungssicherheit geboten.

DIE SPEZIFISCHEN PROJEKTE

Jedes Jahr leisten die Mitglieder des Ordens vom Heiligen Grab aus aller Welt einen großzügigen Beitrag zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land. Sie tun dies über das Großmagisterium, das dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem jeden Monat einen regelmäßigen finanziellen Beitrag für institutionelle Ausgaben, Ausbildung, den Betrieb des Seminars von Beit Jala, pastorale Aktivitäten und humanitäre Hilfe für Menschen in Not und für ausgegrenzte Gruppen zur Verfügung stellt.

Hinzu kommen Beiträge für die Universität Bethlehem und für die jährlichen Projekte der Versammlung der Union der Hilfswerke für die orientalischen Kirchen (ROACO), wobei Letztere in Verbindung mit dem Dikasterium für die Orientalischen Kirchen geleistet wird.

Darüber hinaus können die Statthaltereien und Magistraldelegationen beschließen, ebenfalls über das Großmagisterium bestimmte Projekte zu finanzieren, die jährlich vom Patriarchat vorgeschlagen werden und die Lebensbedingungen der Bewohner des Heiligen Landes verbessern.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse der 2025 abgeschlossenen Projekte, die der Renovierung von Wohn- und Gebetsräumen des Lateinischen Patriarchats gewidmet waren.

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-BEIT SAHOUR- 

RENOVIERUNGEN IN DER GEMEINDE

In Beit Sahour, wo gemäß der Überlieferung den Hirten am Weihnachtsabend die Engel erschienen, wurde im Rahmen eines Projekts zur Schaffung moderner Strukturen, die den unterschiedlichen Ausbildungs-, Sozial- und Kulturbedürfnissen einer schnell wachsenden Gemeinde gerecht werden, eine Photovoltaikanlage auf den Dächern des Pfarrhauses, des Gemeindesaals und der Schule installiert.

Dadurch konnte die Abhängigkeit des Gebäudes vom konventionellen Stromnetz deutlich reduziert und, soweit möglich, durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen auf nachhaltige Energielösungen umgestellt werden.

Das Projekt, das dank eines Beitrags von rund 44.000 Dollar der Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab verwirklicht werden konnte, kommt dem Pfarrer, den 413 Schülern der Schule von Beit Sahour sowie der gesamten Pfarrgemeinde zugute..

 

-TAYBEH- 

TAYBEH VERBESSERUNGEN FÜR DAS SENIORENHEIM BEIT AFRAM

Im Jahr 2019 erhielt das Gebäude des Seniorenheims Beit Afram im Dorf Taybeh eine Mitteilung der Gemeinde, in der die Leitung aufgefordert wurde, die von der palästinensischen Zivilschutzbehörde festgelegten Sicherheitsstandards einzuhalten.

Diese Standards umfassten Brandschutz, angemessene Evakuierungsverfahren, ein umfassendes Schwesternrufsystem sowie einen angemessenen Versicherungsschutz. Als Reaktion darauf ging das Lateinische Patriarchat von Jerusalem dank eines Beitrags von über 65.000 Dollar der Ritter und Damen des Ordens im Jahr 2025 das Projekt zur Verbesserung der allgemeinen Sicherheit des Heims an, welches das 2021 gestartete Sanierungsprojekt ergänzte.

Eine weitere Maßnahme für das Seniorenheim Beit Afram betraf den vollständigen Austausch der alten Klimaanlagen und variablen Kältemittelflusssysteme im gesamten Haus. Das Projekt umfasste groß angelegte bauliche, mechanische und elektrische Verbesserungen, die notwendig waren, um die neue moderne Infrastruktur unterzubringen und gleichzeitig eine minimale Störung des Betriebs der Einrichtung zu gewährleisten.

Dank eines Beitrags von mehr als 95.000 Dollar seitens der Ritter und Damen des Ordens haben diese 2025 abgeschlossenen Arbeiten den älteren Bewohnern und Mitarbeitern des Heims ein besseres Leben ermöglicht..

 

RENOVIERUNG DES HAUSES DER ROSENKRANZSCHWESTERN

Das Wohnhaus der Rosenkranzschwestern, ebenfalls in Taybeh, war nach Jahren ohne angemessene Renovierung in einem schlechten Zustand. Vor der Renovierung litt die Einrichtung unter einer fehlenden ordnungsgemäßen Deckenkonstruktion, einem veralteten und schadhaften Badezimmer, einer unzureichenden Isolierung, die zu Energieineffizienz führte, unter nicht normgerechten elektrischen Anlagen, die modernisiert werden mussten, und einem schadhaften Zustand der Innenräume, der die Lebensbedingungen beeinträchtigte.

Das Projekt ermöglichte es, die kritischen Mängel der Infrastruktur zu beheben, wobei der Schwerpunkt auf der Modernisierung des Badezimmers und der allgemeinen Verbesserung der Bewohnbarkeit lag.

Alle Renovierungsarbeiten wurden gemäß den modernen Baunormen durchgeführt, wobei die architektonische Integrität des Wohnhauses der Ordensfrauen erhalten wurde. Dank der Beiträge der Ritter und Damen vom Heiligen Grab konnten mit den Arbeiten im Wert von fast 20.000 Dollar, die 2023 begonnen und im April 2025 abgeschlossen wurden, eine veraltete Einrichtung in einen komfortablen, effizienten und modernen Wohnraum verwandelt werden, der gleichzeitig seiner Bestimmung als Ordenshaus gerecht wird.

Die Verbesserungen (Isolierung, mechanische Systeme und Innenausbau) haben die Lebensqualität der dort lebenden Schwestern erheblich verbessert und gleichzeitig die Betriebskosten durch eine bessere Raumeffizienz gesenkt.

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-IRBID-

ISOLIERUNGS- UND RENOVIERUNGSARBEITEN AM DACH UND DEN MAUERN DER LATEINISCHEN KIRCHE

In der Lateinischen Pfarrei St. Georg der Märtyrer in Irbid, in der Nähe der syrischen Grenze, war das Dach der Kirche im Laufe der Jahre schadhaft geworden, was zu Wassereintritt und erheblichen Schäden im Inneren des Gebäudes führte.

Eine Renovierung erwies sich daher als notwendig. Die im November 2025 begonnenen und im Dezember desselben Jahres abgeschlossenen Arbeiten umfassten den kompletten Austausch der Dacheindeckung sowie die Wärmedämmung des Gebäudes.

Dank dieser Maßnahmen, die durch einen Beitrag von über 60.000 Dollar der Mitglieder des Ordens ermöglicht wurden, können die rund 2.000 Gläubigen der Kirche St. Georg weiterhin in einer sicheren Umgebung an pastoralen, karitativen und pädagogischen Aktivitäten teilnehmen.

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-AMMAN-

MAßNAHMEN FÜR DAS OUR LADY OF PEACE CENTER

Im Our Lady of Peace Center (OLOPC) bestand eines der beiden im Jahr 2025 durchgeführten Projekte darin, alte Prothesen

und Orthesen durch moderne, leistungsfähige Geräte zu ersetzen, Technologien auf der Grundlage von Silikon einzuführen, die praktische Ausbildung von Universitätsstudenten im Bereich Prothesen und Orthesen zu unterstützen sowie die Wartungskosten und den Ressourcenverbrauch durch die Modernisierung der Ausrüstung zu senken.

Dazu gehörten die Anschaffung modernster Maschinen für die Herstellung von Prothesen und Orthesen, die Anschaffung von Silikoninstrumenten und -geräten, deren Installation und Kalibrierung sowie die Schulung des Personals. Dank einer Spende von mehr als 84.000 Dollar der Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem konnte dieses Projekt zwischen September 2024 und Juli 2025 für Kinder mit Zerebralparese (150 pro Jahr in Amman, Zarqa, Anjara und Mafraq) sowie für Menschen mit Amputationen (aufgrund von angeborenen Erkrankungen, Unfällen, Kriegsverletzungen, Diabetes oder Krebs) durchgeführt werden.

Das andere Projekt, das 2025 in diesem Zentrum abgeschlossen wurde, betraf die Sicherheit der Struktur.

Das Projekt konzentrierte sich auf die Verbesserung der allgemeinen Sicherheit der Einrichtung durch verschiedene Installationen und Reparaturen. Dank eines Beitrags von mehr als 68.000 Dollar seitens der Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab wurden ab 2023 bautechnische, mechanischen und elektrische Arbeiten durchgeführt und im März 2025 abgeschlossen, sodass den 644 Kindern mit Behinderungen, die in diesem Zentrum betreut werden, sowie den 20 Mitarbeitern, die dort wirken, ein sicherer Lebensraum zugute kommt.

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-BEER SHEVA-

EINRICHTUNG EINES RAUMS FÜR DIE PILGERGRUPPEN

Das Gemeindehaus der katholischen Pfarrei St. Abraham in Beer-Sheva im Süden Israels war zu klein geworden, um die wachsende Zahl von Pilgern aufzunehmen, die die Gemeinde besuchen, an der Messe teilnehmen oder sich mit den örtlichen Christen treffen wollten.

Während Gruppen von weniger als 30 Personen noch in den bestehenden Räumlichkeiten empfangen werden konnten, stießen größere Gruppen mit mehr als 30 Teilnehmern an die räumlichen Grenzen.

Dank eines Beitrags von mehr als 67.000 Dollar von Mitgliedern des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem konnte im Rahmen des Projekts der ungenutzte Gartenbereich neben dem Eingang der Kirche in einen mehrstöckigen Außenbereich für Begegnungen und Versammlungen umgewandelt werden.

Das im April 2022 begonnene und im Juli 2025 abgeschlossene Projekt schuf einen Empfangsbereich für Pilger, der sich harmonisch in die bestehende Architektur der Kirche einfügt und gleichzeitig moderne Ausstattungen für große Gruppen bietet.

Es wurden mehrere Betonterrassen angelegt, Das im April 2022 begonnene und im Juli 2025 abgeschlossene Projekt schuf einen Empfangsbereich für Pilger, der sich harmonisch in die bestehende Architektur der Kirche einfügt und gleichzeitig moderne Ausstattungen für große Gruppen bietet.

Es wurden mehrere Betonterrassen angelegt, die durch breite Steinstufen miteinander verbunden sind und natürliche Sitzbereiche für bis zu 65 Personen bieten, in einem Rahmen, der sich für Gruppenpräsentationen, Messfeiern und Gespräche eignet.

DAS WIRKEN DES ORDENS ZUGUNSTEN DER AUSBILDUNG IM GEBIET DES LATEINISCHEN PATRIARCHATS VON JERUSALEM

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RENOVIERUNGEN IN EINER SCHULE 
In Taybeh, dem letzten zu 100 % christlichen Dorf Palästinas, hatten die Spielplätze in einer der beiden Schulen des Lateinischen Patriarchats im Laufe der Zeit Schaden genommen, was manchmal zu Unfällen und Verletzungen bei Kindern führte und bei Eltern, Lehrern und der Schulverwaltung Besorgnis auslöste.

Mit der Unterstützung der Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab wurde dieser Bereich daher in einen modernen und vielseitigen Freizeitbereich umgewandelt, mit der Anbringung von stoßdämpfenden Oberflächen zur Vermeidung von Verletzungen, mit der Schaffung von ausgewiesenen Bereichen für verschiedene Altersgruppen, der Installation innovativer Spielgeräte, die sowohl zu körperlicher Aktivität als auch zu kreativem Spielen anregen, mit der Einrichtung von Entwässerungssystemen, um Wasseransammlungen zu vermeiden, der Installation einer angemessenen Beleuchtung für Aktivitäten am Abend, mit der Anbringung von Sicherheitsbarrieren und einem Schutzzaun.

Diese Renovierungsarbeiten, die im November 2023 dank eines Beitrags des Ordens in Höhe von über 74.000 Dollar begonnen hatten, wurden im Februar 2025 abgeschlossen. Neben den fast 400 Schülern der Schule und des Kindergartens können auch Jugendliche und Gemeindemitglieder den sicheren und für verschiedene soziale und sportliche Aktivitäten geeigneten Spielplatz nutzen.

Diese Schule dient nämlich als Gemeinschaftszentrum, in dem verschiedene Aktivitäten stattfinden, darunter kulturelle Veranstaltungen und Festivals, Ausbildungsprogramme für Pfadfinder, religiöse Versammlungen und Gottesdienste, Sportwettkämpfe, Freizeitaktivitäten für Familien, Jugendförderungsprogramme und Bildungsworkshops.

 

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BAU EINER MEHRZWECKHALLE UND VON BILDUNGSEINRICHTUNGEN IN DER AHLIYEH COLLEGE SCHOOL
In der Ahlieh College School in Ramallah, im Zentrum des Westjordanlands, hat das Lateinische Patriarchat im Rahmen der Verbesserung der technologischen Kapazitäten und der physischen Infrastruktur sowie der Verstärkung des Personals und der Bildungskompetenzen die Notwendigkeit erkannt, einen 240 Quadratmeter großen Mehrzweckraum auf einem Grundstück zu errichten, das bereits im Besitz des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem ist.

Das Projekt, das Ende 2023 dank eines Beitrags von rund 177.000 Dollar seitens der Ritter und Damen des Ordens vom Heiligen Grab gestartet wurde, wurde im Februar 2025 abgeschlossen und bietet nun einen modernen und vielfältig nutzbaren Raum, in dem 615 Schüler und 47 Lehrer an akademischen und außerschulischen Aktivitäten teilnehmen können.

Das Zentrum umfasst: einen Schulungsraum für die berufliche Weiterbildung der Lehrer, einen zweiten Schulungsraum für Sitzungen in kleinen Gruppen, einen Aufenthaltsraum und einen für die Teilnehmer geeigneten Essbereich, Nebenräume mit einer Küchenzeile, einem Raum für das Bedienungspersonal und Sanitäranlagen. Darüber hinaus stellt dieser neue Raum eine Investition dar, die sich positiv auf das Budget der Schule auswirken wird, da der neue Raum nun auch für Workshops und Veranstaltungen vermietet werden kann.

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Während der noch immer anhaltenden Krise wurde die Bildungsförderung zu einer wichtigen Quelle der Stabilität und Hoffnung für 5.000 Schüler in Jerusalem, im Westjordanland und in Jordanien.

Die Bildungsförderung umfasste die Vergabe von Stipendien, die Unterstützung bei der Zahlung von Schulgebühren und die Verteilung von Schulmaterialien.

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Darüber hinaus wurde nach Ausbruch des Krieges im Oktober 2023 von den Statthaltereien Nordamerikas eine außerordentliche Spendenkampagne ins Leben gerufen, die vom Großmagisterium gebilligt wurde und der Ausbildung in den 44 Schulen des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem gewidmet ist.

Diese Initiative mit dem Namen Ensuring the Future (Die Zukunft sichern) zielt darauf ab, während der durch den militärischen Konflikt verursachten Wirtschaftskrise Unterstützung für die Zahlung der Schulgebühren und der Lehrergehälter zu leisten sowie alle Schulen wieder aufzubauen, zu renovieren und zu modernisieren, um die Gebäude an moderne Bildungsstandards anzupassen.

Bis ein Eingreifen auch in den Schulen von Gaza möglich ist, wurden einstweilen die Maßnahmen für 22 Renovierungsprojekte in 19 Schulen in Jordanien und Palästina abgeschlossen, die das Ausbildungsumfeld verbessert, die Infrastruktur und die wesentlichen Ressourcen gestärkt haben, wodurch sicherere und für das Lehren und Lernen günstigere Räume geschaffen wurden.