Kardinal Edwin O’Brien, Großmeister des Ordens

Einige biografische Elemente

Kardinal Edwin O’Brien, Großmeister des Ordens

Motto: Pastores Dabo Vobis "Vi darò pastori” (Ger 3,15)

Edwin O'Brien wurde am 8. April 1939 in New York geboren. Nach seinem Philosophie- und Theologiestudium am Seminar, wurde er am 29. Mai 1965 für die Erzdiözese New York zum Priester geweiht.

Er übernahm sehr vielfältige pastorale Engagements, zunächst in seiner Diözese, dann bei den Soldaten: Er begleitete sie geistlich als Militärseelsorger und sprang sogar mit dem Fallschirm mit ihnen ab, insbesondere im Vietnam-Krieg.

Später erlangte er in Rom den Doktortitel in Moraltheologie an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin (Angelicum), bevor er nach New York zurückkehrte, wo er mehrere wichtige Ämter innehatte: Vize-Kanzler, Kommunikationsdirektor und Privatsekretär des Erzbischofs.
Anschließend widmete er sich der Ausbildung der zukünftigen Priester, zuerst als Rektor des Seminars St. Joseph in Yonkers, dann von 1990 bis 1994 als Rektor des Päpstlichen Nordamerika-Kollegs in der Ewigen Stadt.

Am 6. Februar 1996 ernannte ihn der heilige Johannes Paul II. zum Weihbischof von New York. Kardinal John Joseph O'Connor, Erzbischof von New York, übertrug ihm die Fülle des Weihesakramentes und gliederte ihn am 25. März der folgenden Jahres, dem Fest der Verkündigung Mariens in das Bischofskollegium ein. Ein Jahr später wurde er zum Erzbischof des US-amerikanischen Militärordinariates ernannt. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er zehn Jahre lang inne, bevor er am 12. Juli 2007 Erzbischof von Baltimore wurde, der ersten Diözese, die in den Vereinten Staaten Amerikas gegründet worden war. Sein Wahlspruch als Bischof – Pastores dabo vobis – veranschaulicht sein Engagement für die Priesterberufungen und zugleich seinen Willen, seinen Dienst wie ein guter Hirte vor Ort, im Kontakt mit dem Volk Gottes auszuüben.

Benedikt XVI. rief ihn am 29. August 2011 als Pro-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem nach Rom und erhob ihn am 18. Februar 2012 in den Kardinalsrang mit der Titeldiakonie San Sebastiano al Palatino. Am 15. März 2012, wenige Wochen nach seiner Ernennung zum Kardinal, vertraute ihm der Papst offiziell die Aufgabe des Großmeisters des Ordens an.

Kardinal O’Brien ist Mitglied der Kongregation für die orientalischen Kirchen, für das katholische Bildungswesen und für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, sowie des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und des Päpstlichen Rates Cor unum.