Der Wallfahrtsort Deir Rafat

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Der Wallfahrtsort Deir Rafat

In Deir Rafat, einer Ortschaft zwischen Jerusalem und Tel Aviv, in der es bereits eine christliche Gemeinde gab, wollte Msgr. Luigi Barlassina, der damalige Lateinische Patriarch von Jerusalem, 1927 einen Wallfahrtsort zu Ehren Marias, der Königin von Palästina errichten. 1933 wurde der Name „Königin von Palästina“ von der Ritenkongregation in Rom offiziell anerkannt.

Die Struktur umfasste eine Schule, ein Waisenhaus, ein Kloster und die Wallfahrtsstätte, die von einer sechs Meter hohen Statue der Seligen Jungfrau Maria mit der Inschrift „Reginae Palestinae“ überragt wird. Patriarch Barlassina wollte auch, dass die Übersetzung der Gruß des Engels „Gegrüßet seist du Maria“ in verschiedenen Sprachen auf das Kirchengewölbe geschrieben wird. 280 Sprachen wurden ausgewählt, und der christliche Künstler Mubarak Saad aus Jerusalem malte sie auf Bänder, die von vielen Engeln gehalten werden, die symbolisch Weihrauch aufsteigen lassen.

Im linken Kirchenschiff der Wallfahrtsstätte befindet sich ein Gemälde Unserer Lieben Frau, Königin von Palästina, die zum Zeichen des Schutzes die Hand über die Erde ausstreckt. In der darunter liegenden Landschaft kann man das Meer von Haifa, die Wallfahrtsstätte auf dem Berg Karmel und die Stadtmauern von Jerusalem erkennen. Rechts und links von ihr sind zwei Engel zu sehen, die der Mutter Jesu und unserer Mutter die Krone und das Zepter bringen.

Im Lauf der Jahre hat sich die Struktur zu einem Gästehaus und einem Zentrum für geistliche Exerzitien weiterentwickelt. Heute versehen die Kleinen Schwestern von Bethlehem den Dienst in der Wallfahrtsstätte, wo sie sich dem Gebet, dem Empfang der Gäste und dem Beistand junger Menschen in Schwierigkeit widmen. Jedes Jahr führt das Fest der Seligen Jungfrau Maria, Königin von Palästina am 25. Oktober in Deir Refat Pilger aus der ganzen Diözese und aus der ganzen Welt zusammen.